REISEN UND RECHERCHEN
 

Oft führten meine Filmrecherchen zu Reisen und faszinierenden Begegnungen mit Mythen und Landschaften anderer Länder. Dies mag persönliche Gründe haben, doch gibt es zwischen Filmemachen und Mythologie eine Wesensverwandschaft: das Erzählen in Bildern, die das Unterbewußtsein berühren und nie völlig rational zu erklären sind. Den Anstoss für ULTIMA THULE gaben Fritjof Capra's "Tao der Physik", Schwarzweißfotos von schottischen Steinkreisen sowie Abbildungen aus der keltischen Mythologie.

     

DIE LEGENDE VOM NIL begann mit der Information über Paul Klee's leidenschaftliches Interesse am Orient und einem Foto, in dem vor allem seine Augen hervorstachen: gleichzeitig nach innen und weit in die Ferne schauend. Ich wollte wissen, wie er sich 1928 in Ägypten fühlte, wie er zwischen Turbulenz und Meditation, Fremdheit und Faszination hin- und herpendelte und dabei die Formenwelt des Orients mit seiner avantgardistischen Malerei verband.

 

(c) VG Bild-Kunst, Bonn 2003
     
 

SCHWARZE SONNE brachte mich schließlich zu den Mythen der eigenen Vergangenheit. Erst über den NS-Mißbrauch von Mythologie lernte ich die interessante und verschüttete Welt vorchristlicher Spiritualität in Europa kennen. Reisen führten mich zu den Burgen der Katharer in den Pyrenéen, zu steinzeitlichen Megalithgräbern oder germanischen Kultstätten. Dabei stiegen Zeichen, Bilder und Riten aus längst vergangenen Epochen auf, die zwar auch vorsintflutliche Aspekte enthalten, aber dennoch vieles in unserem Seelenleben anrühren, das bewußtgemacht statt nur verherrlicht oder verdrängt werden will.

 
    Mehr über diese Reisen gibt es in meinem Buch "Totenschiff und Sternenschloss"
Home             Biographie              Filme              Publikationen             "Atalante"              Webdesign