DER NACHLASS (Spielfilm)


 

Der Staatsanwalt Esch (Ernst Jacobi) gerät während eines Prozesses in die Abgründe der eigenen Kindheit.

Während er einen jungen Angeklagten (Joachim Schönfeld) verhört, der seinen Vater im Affekt erschlug, stirbt Esch's eigener Vater (Manfred Steffen) in einem Altersheim.

Bei der Durchsicht von dessen Nachlass stößt der Staatsanwalt auf zahllose Tagebücher, in denen sein Vater mit unbarmherzig kaltem Blick die Entwicklung des eigenen Sohnes dokumentierte: Die in winziger Steno-Schrift geschriebenen Beobachtungen erinnern eher an die Skizzen eines Insektenforschers, als an eine mitfühlende Person.

Angestossen durch diese Funde steigen in Esch Gefühle hoch, die am Ende denen des jungen Mörders gleichen. Tagträume und sadistische Phantasien verwirren ihn bei der Prozeßführung, die Beziehung zu seiner jüngeren Frau Eva (Katrin Saß) wird aufs Spiel gesetzt und am Ende droht der sonst so kühle Jurist alle Beherrschung zu verlieren.

 

Buch, Regie: Rüdiger Sünner
Kamera: Michael Bertl
Ausstattung: Michael Ferwagner

Eine Elisabeth Müller-Filmproduktion
in Zusammenarbeit mit ZDF und arte
Redaktion: Annedore v. Donop